11 Ausleihe
- Anfrage
- 11
- Antwort
- 12
- Umfang
- Grundumfang
- Stelle in BX
- 1
Die Ausleihe ist der eigentliche Zweck eines Selbstverbuchers. Das Gerät nennt Leser und Medium, das Bibliothekssystem bucht und antwortet mit der Frist.
Erst die Antwort entscheidet: Solange das Gerät kein 1 im Erfolgskennzeichen
gesehen hat, darf es die Sicherung des Mediums nicht deaktivieren und keinen
Beleg drucken.
Anfrage 11#
11<Verlängerung erlaubt><ohne Prüfung><Zeitpunkt><Ersatzfrist><AO...><AA...>
<AB...><AC...><AD...><BO...><XK...><XL...>
| Feld | Länge | Pflicht | Inhalt |
|---|---|---|---|
| Verlängerung erlaubt | 1 | ja | Y das Gerät darf verlängern, wenn der Leser das Medium bereits hat |
| ohne Prüfung | 1 | ja | Y nachgereichte Buchung, siehe unten |
| Zeitpunkt | 18 | ja | Datum und Uhrzeit im Gerät |
| Ersatzfrist | 18 | ja | Frist, die das Gerät im Ausfallbetrieb vergeben hat; sonst leer |
| Kennung | Pflicht | Inhalt |
|---|---|---|
AO |
ja | Kennung der Einrichtung |
AA |
ja | Kennung des Lesers |
AB |
ja | Kennung des Mediums |
AC |
ja | Kennwort des Geräts |
AD |
nein | Kennwort des Lesers |
BO |
nein | Y der Leser hat eine anfallende Gebühr bestätigt |
XK |
nein | Art der Medienkennung: BAR, ACC oder UID |
XL |
nein | Art der Leserkennung: BAR, ACC oder UID |
Buchungen ohne Prüfung#
Fällt das Bibliothekssystem aus, kann ein Gerät weiterarbeiten, sofern der
Systemstatus
das erlaubt: Es merkt sich die Vorgänge, vergibt selbst eine Frist und schickt
sie nach, sobald es das System wieder erreicht. Solche Nachbuchungen tragen Y
im Feld „ohne Prüfung" und die selbst vergebene Frist in der Ersatzfrist.
Das Bibliothekssystem bucht sie ohne weitere Prüfung: Der Leser steht längst nicht mehr am Gerät, das Medium ist aus dem Haus – eine Ablehnung käme zu spät und würde nur den Bestand verfälschen.
Gebührenbestätigung#
Ist die Ausleihe gebührenpflichtig, weist das Bibliothekssystem sie zunächst ab
und nennt den Betrag in BV. Das Gerät zeigt ihn dem Leser; bestätigt dieser,
sendet es die Anfrage erneut, diesmal mit BO auf Y. Erst dann wird gebucht.
Bibliothekssysteme, die Ausleihgebühren nicht am Gerät einziehen, buchen die
Ausleihe unmittelbar und lassen BO unbeachtet.
Antwort 12#
12<Erfolg><Verlängerung><magnetisch><Sicherung aus><Zeitpunkt><AO...><AA...>
<AB...><AJ...><AH...><AQ...><CK...><BH...><BV...><AF...><AG...><XZ...>
| Feld | Länge | Pflicht | Inhalt |
|---|---|---|---|
| Erfolg | 1 | ja | 1 gebucht, 0 nicht gebucht |
| Verlängerung | 1 | ja | Y der Leser hatte das Medium bereits, es wurde verlängert |
| magnetisch | 1 | ja | Y/N magnetische Sicherung, U unbekannt |
| Sicherung aus | 1 | ja | Y das Gerät soll die Sicherung deaktivieren, N nicht, U unbekannt |
| Zeitpunkt | 18 | ja | Datum und Uhrzeit im Bibliothekssystem |
| Kennung | Pflicht | Inhalt |
|---|---|---|
AO |
ja | Kennung der Einrichtung |
AA |
ja | Kennung des Lesers |
AB |
ja | Kennung des Mediums |
AJ |
ja | Kurztitel |
AH |
ja | Rückgabedatum |
AQ |
nein | Standort, an den das Medium gehört |
CK |
nein | Mediengruppe |
BH |
nein | Währung; nur zusammen mit BV |
BV |
nein | Gebühr für diese Ausleihe |
AF |
nein | Meldung für den Bildschirm |
AG |
nein | Meldung für den Beleg |
XZ |
nein | Buchungsnummer des Vorgangs |
Führt das Bibliothekssystem die Sicherungstechnik nicht mit – bei RFID der
Regelfall, weil das Gerät sie selbst kennt –, stehen „magnetisch" und
„Sicherung aus" auf U. Das Gerät verfährt dann nach seiner eigenen Einstellung.
Wird die Ausleihe abgewiesen (0), nennt AF den Grund im Klartext: gesperrter
Ausweis, Höchstzahl erreicht, Präsenzbestand, bereits von einem anderen Leser
entliehen. Das Gerät zeigt diesen Text unverändert an – es soll ihn nicht selbst
formulieren, denn die Regel dahinter kennt allein die Bücherei.
Beispiel#
11YN20260728 14301220260728 143012AOBVS|AA1140360000042|AB1140360000123|ACgeheim|XKBAR|XLBAR|AY5AZE6AB<CR>
121YUU20260728 143012AOBVS|AA1140360000042|AB1140360000123|AJEnde, Michael: Momo|AH25.08.2026|AQHauptstelle|CK001|AF|AG|XZ12345|AY5AZDAE5<CR>
Gebucht (1), keine Verlängerung, Frist der 25. August 2026.