Satzaufbau
Jeder Datensatz einer Austauscheinheit besteht aus zwei Abschnitten: der Satzkennung und den variablen Datenfeldern. Für jedes vorhandene Medium gibt es einen Datensatz.
### 00001nM2.01000024 h
100 Ende, Michael
081 2000/0213
083 gelb
084 1140360|Kath. öffentl. Bücherei St. Jakobus, Haigerloch
085 00099901|Borromäusverein, Bonn|20001001|Quote
331 Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeitdieben.
335 Ein Märchen-Roman
359 Michael Ende
410 München
412 Heyne
425 1996
433 285 S.
544 Ende
700 K
700sFantastisches
700t11
750cEin Kind kämpft gegen eine geheime Organisation, die den Menschen Zeit stiehlt.
Die erste Zeile ist die Satzkennung, alle weiteren sind variable Datenfelder. Farbe haben hier Feldnummer, Indikator und Teilfeldtrennzeichen; die hellen Kästchen sind Blanks. Im Datensatz selbst stehen nur die Zeichen – wer den Block herauskopiert, bekommt ihn Zeichen für Zeichen zurück.
Satzkennung#
Jeder Datensatz beginnt mit der Satzkennung. Die Satzkennung besteht aus einer Folge von Datenelementen, beginnend mit der Satzposition 0; sie enthält allgemeine Verarbeitungsinformationen und Positionen, die Funktion und Inhalt des Datensatzes charakterisieren. Die Satzkennung ist obligatorisch.
Die Datenelemente haben eine feste Länge und werden durch ihre Stellung innerhalb der Satzkennung identifiziert. In der Formatbeschreibung werden die Datenelemente aufsteigend nach ihrer Zeichenposition beschrieben.
Die Besetzung der Datenelemente ist obligatorisch. Können zu einzelnen Datenelementen keine Angaben gemacht werden, so ist im Allgemeinen Blank zu setzen, es sei denn, bezüglich des entsprechenden Datenelements wurde eine andere Regelung getroffen.
Die Länge der Satzkennung umfasst für alle Formate einheitlich 24 Zeichen.
| Position | Im Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| 0 - 4 | 00001 |
laufende Nummer; dezimal; rechtsbündig; führende Nullen |
| 5 | n |
konstanter Wert |
| 6 - 9 | M2.0 |
konstanter Wert |
| 10 | 1 |
konstanter Wert |
| 11 | 0 |
konstanter Wert |
| 12 - 16 | 00024 |
konstanter Wert |
| 17 | blank | Zeichensatz der Datei, siehe unten |
| 18 - 22 | 5 Blanks | für spätere Festlegungen freigehalten |
| 23 | h |
konstanter Wert |
An die Stelle der Feldbezeichnung tritt die Zeichenfolge "### ". Die Position 0 - 4 enthält die laufende Nummer des Datensatzes in der Austauscheinheit. Das Feldendezeichen besteht aus den beiden ASCII-Zeichen 13 und 10 bzw. CR LF.
Beispiel:
"### 00001nM2.01000024 h" + CRLF
Zeichensatz#
Position 17 nennt den Zeichensatz, in dem die Datei geschrieben ist. MAB2 lässt die Positionen 17 bis 22 der Satzkennung ungenutzt; SBC belegt davon eine Stelle.
| Position 17 | Zeichensatz |
|---|---|
| blank | CP850 (DOS) — der bisherige Zeichensatz |
w |
Windows-1252 |
u |
UTF-8 |
Ein Blank bedeutet also unverändert CP850: Dateien nach der bisherigen Festlegung
bleiben gültig, ohne dass etwas geändert werden muss. Weitere Buchstaben — etwa x für
eine andernorts benannte Kodierung — sind für spätere Erweiterungen vorgesehen.
Für die Positionen 18 bis 22 gilt dieselbe Regel: Sie bleiben vorerst blank, und ein
Blank bedeutet auch dort immer das bisherige Verhalten. So lassen sich spätere
Festlegungen aufnehmen, ohne die Länge der Satzkennung anzutasten — diese steht mit
00024 in der Satzkennung selbst.
Eine Datei mit einer unbekannten Angabe an Position 17 sollte zurückgewiesen und nicht etwa nach der bisherigen Festlegung gelesen werden: Falsch entschlüsselte Umlaute fallen erst auf, wenn sie längst in der Datenbank stehen.
Variable Datenfelder#
Nach der Satzkennung folgen die Felder mit variabler Länge. Sie enthalten Steuerinformationen und bibliographische Elemente des Datensatzes.
| Bestandteil | Länge | In der Zeile 100 Ende, Michael |
|---|---|---|
| Feldnummer | 3 Bytes | 100 |
| Indikator | 1 Byte | blank |
| Daten | variable Länge | Ende, Michael |
| Feldendezeichen | 2 Bytes | CR LF |
Die Angabe der Feldnummer erfolgt dezimal, mit Ausnahme der Bestand- und Lokaldatenfelder. Diese beginnen mit einem Buchstaben, gefolgt von einer zweistelligen Zahl.
Der Indikator wird durch Blank oder Kleinbuchstaben hinter der Feldnummer dargestellt.
Jedes Feld wird mit dem Feldendezeichen abgeschlossen; es besteht aus den beiden ASCII-Zeichen 13 und 10 bzw. CR LF:
"083 gelb" + CRLF
Innerhalb des variablen Teiles eines Datensatzes ist die Reihenfolge der Felder nicht festgelegt. Es empfiehlt sich jedoch, die Felder innerhalb eines Datensatzes in aufsteigender Reihenfolge anzugeben.
Beispiele:
081 2000/0213
084 1140360|Kath. öffentl. Bücherei St. Jakobus, Haigerloch
085 00099901|Borromäusverein, Bonn|20001001|Quote
700 K
700sFantastisches
700t11
Die Felder 084 und 085 zeigen Teilfelder, das Feld 700 dasselbe Feld mit drei verschiedenen Indikatoren.